Rasseportrait
Der Friese – auch Friesenpferd genannt – ist eine der ältesten Pferderassen Europas. Urspruenglich in der niederlaendischen Provinz Friesland gezuechtet, beeindruckt diese Rasse seit Jahrhunderten durch ihre Eleganz, ihr ausgeglichenes Temperament und ihren kraftvollen Bewegungsablauf.
Die Geschichte des Friesenpferdes reicht bis ins Mittelalter zurück. Bereits im 16. und 17. Jahrhundert waren Friesen als Kriegs- und Kutschpferde geschaetzt. Das Koeniglich Friesische Pferde-Stammbuch (KFPS) wurde 1879 gegründet und ist damit eines der ältesten Pferdestammbucher der Welt.
Im 20. Jahrhundert stand die Rasse mehrfach vor dem Aussterben. Dank engagierter Züchter konnte der Bestand gerettet und die Zucht auf heutigem Niveau stabilisiert werden.
Der Friese ist ausschliesslich Rappe – schwarzes Fell ohne Abzeichen. Charakteristisch sind der kraftvolle, kompakte Koerperbau, die ueppige Maehne und der dichte Schweif sowie die typischen Fessel-Behaenge (Koetel).
Das Stockmass liegt zwischen 155 und 170 cm. Friesen zeichnen sich durch raumgreifende, schwungvolle Bewegungen aus, besonders im Trab. Ihr Charakter ist freundlich, gelassen und menschenbezogen.
Friesenpferde sind vielseitig einsetzbar. Traditionell als Fahr- und Kutschpferd geschaetzt, zeigen sie heute auch im Dressursport, in der Show und im Freizeitbereich ihre Qualitaeten. Dank ihres ausgeglichenen Temperaments eignen sie sich hervorragend als Familienpferd.
Besonders im Fahrsport – vom Einspanner bis zum Vierspanner – spielen Friesen ihre Staerken voll aus. Ihre Eleganz und ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit machen sie zu idealen Kutschpferden.
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